Fußball-ABC


 

 

 

Jede Sportart besitzt ihre eigene Sprache. Sie entwickelt und formuliert Ausdrücke und Begriffe, die dann nicht selten nur noch dem Fachmann geläufig sind. Die für den Fußballsport wichtigsten und besonders häufig verwendeten Begriffe sind im folgenden »ABC der Fußballersprache« zusammengefaßt und erklärt.

 

- A -

Abfälschen
Ablenken der Flugbahn eines Balles durch die Berührung eines Spielers; besonders gebräuchlicher Begriff beim Torschuß.

Abschlag
taktisches Angriffsmittel des Torwartes. Der Torwart schießt den gehaltenen oder ihm zugespielten Ball aus der Hand mit einem weiten Schuß ins Feld zurück. Das Spiel ist dabei nicht unterbrochen.

Abseits
regelwidrige Stellung eines Angreifers zum gegnerischen Tor. (Regel XI). Ein Spieler steht dann abseits, wenn sich im Moment der Ballabgabe zwischen ihm und der gegnerischen Torauslinie nicht mindestens 2 gegnerische Spieler befinden, von denen einer der gegnerische Torwart sein kann.

Kein Abseits:

  • in der eigenen Hälfte
  • beim Abstoß, Eckstoß, Einwurf und Schiedsrichterball
  • Ball vom Gegner gespielt
  • 2 oder mehr gegnerische Spieler näher zu ihrer Torauslinie.

Die Abseitsstellung gilt im Augenblick des Abspiels des Balles. Die Abseitsstellung wird mit einem indirekten Freistoß für die gegnerische Mannschaft bestraft.

Abseitsfalle
taktisches Abwehrmittel, das darauf ausgerichtet ist, den Angreifer in eine Abseitsstellung laufen zu lassen und dadurch in Ballbesitz zu kommen.

Abstoß
Spielfortsetzung, wenn ein Spieler der gegnerischen Mannschaft den Ball über die Torauslinie gespielt hat (Regel XVI). Der Ball muß aus dem Fünfmeterraum ins Feld zurückgespielt werden. Der Ball ist erst im Spiel, wenn er den Strafraum verlassen hat. Beim Abstoß müssen die gegnerischen Spieler den Strafraum verlassen.

Abwehr                                                                         
Die Abwehr setzt sich aus den Positionen Libero, Innenverteidiger (Vorstopper) und linker und rechter Außenverteidiger zusammen.          
                                                                                                                              

Abwehrmauer
taktisches Mittel der Abwehr gegen Freistöße in Torschußentfernung. Mehrere Spieler bilden in einer Entfernung von 9,15 m parallel zur Torauslinie eine Mauer, die die kurze Torecke abdecken soll, so daß sich der Torhüter auf die (lange) Torecke konzentrieren kann.

Alleingang
taktisches Mittel des Angriffsspiels. Schnelles Dribbling mit dem Ball; a) um Spielraum zu überbrücken - oder b) um zum Torschuß zu gelangen.

Allroundspieler
Spielertyp, der die technischen und taktischen Fähigkeiten besitzt, sich in allen Mannschaftspositionen etwa gleich erfolgreich durchsetzen zu können.

Angriffsspitze
anderer Ausdruck für Sturmspitze. Je nach Spielsystem sind damit Rechts- und Linksaußen und deren Mittelstürmer oder auch nur die beiden vordersten Stürmer (beim 4-4-2-System) gemeint.

Anschneiden
Abspielen des Balles mit dem Innen- oder Außenspann. Dabei wird der Ball nicht in der Mitte, sondern etwas seitlich getroffen und erhält dadurch einen Effet, der ihm eine Flugkurve verleiht.

Anstoß
Spielbeginn nach einem Torerfolg einer Mannschaft sowie zu Beginn jeder Halbzeit (Regel VIII). Alle Spieler müssen sich in ihrer eigenen Spielfeldhälfte befinden. Der Ball muß nach vorn gespielt werden. Die gegnerischen Spieler müssen 9,15 m (Anstoßkreis) vom Ball entfernt stehen. Ein Anstoß kann erst nach dem Pfiff des Schiedsrichters ausgeführt werden. Aus einem Anstoß kann ein Tor nicht direkt erzielt werden.

Aufsteiger                                                                                                                                              
Fußball-Verein, der wegen guter Leistungen in der Vorsaison nunmehr in der nächst höheren Klasse spielt.

Auf Zeit spielen
taktisches Spielverhalten einer angreifenden Mannschaft, zum Beispiel bei günstigem Spielstand in den letzten Spielminuten: Der Ball wird in den eigenen Reihen gehalten. Nicht das Erzielen eines Tores, sondern das Verhindern des gegnerischen Ballbesitzes ist das Ziel.

Aufsetzer
gefährliche Art eines Torschusses. Der Ball springt vor dem Torhüter auf dem Boden auf und wird dadurch unberechenbarer und schneller.

Aufwärmen
Vorbereitung der Muskulatur und der psychischen Einstellung des Spielers auf eine bevorstehende hohe Belastung in Training oder Wettkampf. Sachgemäßes Aufwärmen vermeidet Verletzungen.

Ausball
Spielunterbrechung, wenn der Ball über eine der beiden Seitenauslinien des Spielfeldes gespielt worden ist (Regel IX). Der Ball muß die Seitenauslinie in vollem Umfang überschritten haben.

Ausputzer
Bezeichnung für die Rolle des hintersten Abwehrspielers, wenn dieser lediglich die Abwehraufgaben des Libero erfüllt, sich nicht auch in das Angriffsspiel mit einschaltet.

Außenrist
andere Bezeichnung für - Außenspann.

Außenspann
äußere Teilhälfte des Spannes eines Fußes. Mit dem Außenspann werden Bälle angeschnitten und so mit einem Effet kurvenförmig weitergespielt.

Außenstürmer
Bezeichnung der beiden äußeren Stürmer im 4-3-3-System. Es gibt den Rechtsaußen und den Linksaußen. Beide Stürmer spielen von der Seitenauslinie her und wechseln im Verlauf eines Spielzuges auch die Positionen.

Außenverteidiger
Bezeichnung der beiden äußeren Positionen der Abwehr in den modernen Spielsystemen 4-3-3 und 4-4-2. Es gibt einen rechten und einen linken Außenverteidiger. Je nach Deckungsart spielen sie gegen den gegnerischen Außenstürmer in Manndeckung oder decken ihre äußere Abwehrzone zum Tor hin und übernehmen jeden Gegner, der in ihre Zone eindringt.

Auswärtspunkt                                                                                                                                         
Wenn eine Mannschaft trotz befangener Heimschiedsrichter und verletzungsbedingter Ausfälle nach anstrengender Anreise auf dem gegnerischen Platz mit einer tollen Abwehrleistung verhindert, daß die Heimmannschaft mehr Tore erzielt als die eigene Mannschaft, so bekommt sie dafür einen Punkt gutgeschrieben, den so genannten Auswärtspunkt.         
                                                                                                                                       

Auswechselspieler
Zusätzliche Spieler auf der Trainerbank. Nach den Fußballregeln dürfen in einem Meisterschafts- oder Pokalspiel zwei, in Freundschaftsbegegnungen nach Vereinbarung auch mehr Spieler ausgewechselt werden.

 

- B -

Ballbesitz
Ausdruck für den ballführenden Spieler, aber auch für die Mannschaft, die den Ball in ihren Reihen führt. Ballbesitz bedeutet für alle Spieler Angriffsaufgaben.

B
allführung
technische Fertigkeit, mit dem Ball am Fuß zu laufen.

B
allkontrolle
technische Fertigkeit, einen zugespielten Ball sicher in der Bewegung an- und mitzunehmen.

Beschatten

das Verfolgen eines bestimmten Gegners in Manndeckung mit dem Ziel, einen Ballbesitz des direkten Gegenspielers zu verhindern.

 

- C -

 

- D -

Decken
taktisches Abwehrmittel eines Spielers gegen seinen Gegenspieler. Der Gegner soll nicht angespielt werden können.

Deckung
Ausdruck für die Abwehr einer Mannschaft.

Defensiv
auf Torsicherung bedacht; mit Abwehraufgaben betraut.

Diagonalpaß
weites, schräg über das Spielfeld geschlagenes Abspiel des Balles.

Doppelpaß
taktisches Angriffsmittel im Zusammenspiel. Schnelles, direktes Zusammenspiel zweier Spieler, um einen Gegner zu überspielen.

Doppelstopper
Bezeichnung der hintersten Abwehrposition in früheren Spielsystemen. Vorgänger des heutigen Libero, allerdings früher nur mit Abwehraufgaben betraut.

Drop-Kick
spezielle Form der Technik des Spannstoßes oder des Spiels mit der Innen- und Außenseite. Der Ball wird in dem Augenblick gespielt beziehungsweise an- und mitgenommen, wenn er gerade den Boden berührt hat.

 

- E -

Eckstoß
Spielfortsetzung, wenn ein Spieler den Ball über die eigene Torauslinie gespielt hat (Regel XVII). Ein Eckstoß wird aus dem Viertelkreis neben der Eckfahne ausgeführt, in deren Nähe der Ball über die Torauslinie gespielt worden ist. Die gegnerischen Spieler müssen sich mindestens 9,15 m vom Ball entfernt aufhalten. Beim Eckstoß ist die Abseitsstellung aufgehoben. Aus einem Eckstoß kann ein Tor direkt erzielt werden.

Eigentor
ein Tor für die gegnerische Mannschaft, durch einen Spieler der eigenen Mannschaft (ins eigene Tor) erzielt.

Einwurf
Spielfortsetzung, wenn der Ball über die Seitenauslinie gespielt worden ist (Regel XV). Der Einwurf muß mit beiden Händen zugleich in einem Zug über den Kopf ausgeführt werden. Der einwerfende Spieler muß mit beiden Füßen auf dem Boden und außerhalb des Spielfeldes stehen. Der Einwurf muß an der Stelle ausgeführt werden, an der der Ball die Seitenauslinie überschritten hat. Aus einem Einwurf kann ein Tor nicht direkt erzielt werden. Beim Einwurf ist die Abseitsstellung aufgehoben.

Elfmeter
volkstümlicher Ausdruck für Strafstoß. Dazu ein Auszug aus dem Regelwerk des DFB: "Ein Strafstoß ist gegen eine Mannschaft zu verhängen, deren Spieler im eigenen Strafraum und während der Ball im Spiel ist, eine der zehn Regelübertretungen begeht, die mit direktem Freistoß zu bestrafen sind. ... Der Ball muss auf die Strafstoßmarke gelegt werden. In jedem Strafraum, 11 m vom Mittelpunkt der Torlinie zwischen den Pfosten und gleichweit von beiden Pfosten entfernt, ist die Strafstoßmarke als sichtbares Zeichen anzubringen.

 

- F -

Fallrückzieher
akrobatische Form, den Ball zu spielen. Der Ball wird mit dem Spann in der Luft im Fallen über den Kopf zurückgespielt. Besondere Anwendung bei Torschüssen nach hoch hereingespielten Flanken.

Fangen
spezielle technische Fertigkeit des Torwartes. Fangen ist für den Torwart nur im Strafraum erlaubt.

Fausten
technische Fertigkeit des Torwartes zur Abwehr halbhoher oder hoher Bälle. Der Ball wird mit beiden zusammengefügten Fäusten, in Notlagen zuweilen auch nur mit einer Faust, aus dem Strafraum herausgeboxt.

Fehlpaß
Ausdruck für das Abspiel des Balles, der sein Ziel nicht erreicht hat.

Flachpaß
besondere Abspielform. Flaches Zuspiel.

Flanke
besonderer Ausdruck für einen weiten und hohen Flugball. Der Ausdruck wird sehr häufig in Verbindung mit Flugbällen von der Seite vor das Tor benutzt.

Flügel
anderer Ausdruck für die Außenposition einer Mannschaft oder für den äußeren Angriffsraum des Spielfeldes.

Flugball
hoch weitergespielter Ball; Flanke.

 

Foul                                                                                                                                                               

Bei Fouls verteilt der Schiedsrichter je nach schwere des Vergehens eine Verwarnung in Form einer gelben Karte. Bei besonders brutalen Fouls (z.B. von hinten in die Beine des Gegners grätschen oder Foulspiel, wenn ein Angreifer in aussichtsreicher Position allein auf den Torhüter) bekommt der Spieler die rote Karte gezeigt und wird des Feldes verwiesen.

Freier Mann
deutsche Bezeichnung für die hinterste Abwehrposition in der Abwehr, den - Libero.

Freilaufen
taktisches Mittel des Angriffsspiels. Sich zum Abspiel anbieten, sich vom Gegner lösen. Das Freilaufen ist das wichtigste taktische Mittel im Spiel »ohne« Ball.

Freistoß
Spielfortsetzung nach einer Regelwidrigkeit der gegnerischen Mannschaft (Regel XIII). Es gibt den direkten und den indirekten Freistoß. Nur aus einem direkten Freistoß kann ein Tor direkt erzielt werden. Ein direkter Freistoß innerhalb des Strafraumes ist der Strafstoß. Beim Freistoß müssen die gegnerischen Spieler sich mindestens 9,15 m vom Ball entfernt aufhalten.

 

- G -

Gasse
volkstümlicher Ausdruck für die Lücke zwischen zwei oder mehreren Abwehrspielern, durch die hindurch der Ball in deren Rücken gespielt wird.

Gefährliches Spiel
Begriff aus dem Regelwerk.

Gelbe Karte
sichtbares Zeichen des Schiedsrichters zur Verwarnung eines Spielers für grobe Unsportlichkeit oder ein grobes Foul. Im Wiederholungsfall erhält ein mit der gelben Karte in einem Spiel bereits verwarnter Spieler die - rote Karte. Er wird des Feldes verwiesen und darf nicht weiter mitspielen.

Gleiche Höhe
Spielsituation zur Feststellung einer Abseitsstellung. Auf gleicher Höhe mit einem Abwehrspieler zu sein bei weniger als zwei Abwehrspielern näher zur Torlinie, gilt nicht mehr als Abseitsstellung. 
 

 

- H -

 

Hackentrick
technischer Kunststoß des Balles mit der Hacke.

Halbzeit

Begriff aus dem Regelwerk. Jedes Spiel besteht aus 2 Halbzeiten, der 1. und 2. Spielhälfte. Als Halbzeit wird volkstümlich auch die Pausenzeit zwischen diesen beiden Spielabschnitten bezeichnet.

Handspiel                                                                                                                                                    
Den Spielern ist es verboten, den Ball mit der Hand oder den Armen (bis zur Schulter) zu berühren. Bei Berührung des Balls mit der Hand, entscheidet der Schiedsrichter über die Konsequenzen.

Hattrick
Bezeichnung für 3 Tore durch denselben Spieler in Folge, innerhalb einer Halbzeit erzielt.

Hineingrätschen

deutscher Ausdruck für einen Begriff aus dem Englischen: Sliding Tackling. Damit wird eine besondere Form der Abwehr bezeichnet.

Hochball
volkstümlicher Ausdruck für Schiedsrichter-Ball. 

 

- I -

Indirekt                                                                                                                                                                                                     
Begriff aus dem Regelwerk, der sich auf den Freistoß bezieht. Aus einem indirekten Freistoß kann ein Tor nicht direkt erzielt werden.


- J -
 

- K -

                                                                                                                                                               

Karten (gelb, rot)                                                                                                                                                                                       

Bei 1. Verwarnung (z.B. beim Foulspiel und Handspiel) kann der Spieler eine gelbe Karte erhalten. Neben Handspiel und Foulspiel kann das Kritisieren vom Schiedsrichter mit einer roten Karte bestraft werden.

Kerze
volkstümlicher Ausdruck für einen senkrecht in die Luft getretenen Ball.

Klein-Klein

volkstümlicher Ausdruck für unproduktives, nicht zielstrebiges und übertriebenes Zusammenspiel mit vielen Kurzpässen.

Körpertäuschung

taktisches Mittel des Angriffsspiels im Dribbling, beim Freilaufen oder bei der Ballkontrolle.

Kombination
spezielle Form des taktischen Angriffsmittels »Zusammenspiel«. Zwei oder mehr Spieler führen bestimmte Spielzüge durch.

Kopfball
besondere Form des Abspiels mit dem Kopf.

Kondition

Begriff aus der Trainingslehre: körperliche Fähigkeiten, die durch Training verbesserbar sind. Kondition setzt sich zusammen aus den Aspekten Kraft, Schnelligkeit und Ausdauer. In weitem Sinne sind auch Beweglichkeit und Gewandtheit hinzuzurechnen.

Kontern

taktisches Angriffsverhalten nach Ballgewinn gegen eine weit aufgerückte gegnerische Mannschaft: zielstrebiger Vorstoß mit dem Ziel eines schnellen Torabschlusses.

Kurze Ecke

die Ecke eines Tores, die dem Ball am nächsten ist.

Kurzpaß

kurze Form des Abspiels.                                                                                                                                                               

 

- L -

Lange Ecke
die Torecke, die vom Ball weiter entfernt ist.

Libero

letzter Abwehrspieler im modernen 4-3-3-System und im 4-4-2-System. Abwehrspieler, der den Rückraum hinter seinen Vorderleuten deckt.

Linienrichter

Assistenten des Schiedsrichters an den beiden Seitenauslinien. Ein Linienrichter zeigt dem Schiedsrichter durch Heben seiner Fahne Regelwidrigkeiten und Abseitsstellungen an.

Linksaußen
Stürmerposition im 4-3-3-System am linken Flügel.

 

- M -

Manndeckung
bestimmtes Deckungsverhalten eines einzelnen Spielers wie auch von Spielergruppen oder einer Mannschaft. Ein bestimmter Gegenspieler wird eng gedeckt und auf alle Positionen verfolgt, auf die er im Spielverlauf wechselt.
Ziel der Manndeckung: a) Der Gegner soll nicht in das Spiel seiner Mannschaft eingreifen können; b) Ballgewinn im Augenblick des Abspiels auf diesen Gegenspieler.


Meister
Mannschaft, die am Ende der Saison auf dem ersten Platz steht.                                                                                  
                                                                                                                                              
Mittelfeldspieler

Spielpositionen zwischen den Angriffs- und den Abwehrspielern.

Mittelstürmer
vorderste Angriffsposition vor dem gegnerischen Tor im 4-3-3-System.
 

- N -

Nachschuß
der unmittelbare, wiederholte Torschuß, nachdem der erste Schuß auf das Tor abgewehrt oder abgeprallt ist.

N
achspielzeit
Minuten, die der Schiedsrichter durch eine oder mehrere Spielunterbrechungen länger als die normale Spielzeit spielen läßt.

N
otbremse
volkstümlicher Ausdruck für ein Foulspiel gegen einen allein durchbrechenden gegnerischen Spieler vor oder innerhalb des Strafraumes als letztes Mittel, um einen Torerfolg zu verhindern.

 

- O -

Offensive
auf Angriff eingestellt; vorwiegend mit Angriffsaufgaben betraut.

 

- P -

Parade
spektakuläre Abwehraktion eines Torwartes im Hechtsprung. Paß - anderer Ausdruck für Abspielen des Balles.

Positionswechsel
taktisches Angriffsmittel im Zusammenspiel zweier Spieler. Durch das Wechseln der Positionen verlieren die manndeckenden Abwehrspieler kurzzeitig ihre zum eigenen Tor hin günstigere Abwehrstellung.

Preßschlag
gleichzeitiges Treffen des Balles durch zwei Spieler. Bei Preßschlägen kann es leicht zu Sprunggelenk~Verletzungen kommen, vor allem, wenn einer der beiden Spieler frühzeitig im Fußgelenk gegen den Druck des anderen nachgibt.

 


- Q -


- R -

Raumdeckung
taktische Deckungsart, die nicht einen bestimmten Gegenspieler, sondern nur einen grob umrissenen Spielraum und die in diesen Raum eindringenden Gegner deckt. Oft auch Zonendeckung genannt.

Reißer
volkstümlicher Ausdruck für einen besonders draufgängerisch spielenden, dynamischen Mittelstürmer.

Rempeln
Zweikampfverhalten mit Körpereinsatz. In den Regeln wird zwischen korrektem Rempeln mit der Schulter im Kampf um den Ball und dem unkorrekten Rempeln unterschieden, wenn a) der Ball nicht in Spielnähe ist oder b) der Gegner von hinten gerempelt wird.

Rist
anderes Wort für den Spann eines Fußes.

Rochieren
französisches Wort für einen Positionswechsel.

Rote Karte
sichtbares Zeichen des Schiedsrichters an den Spieler beim Platzverweis. Ein Spieler kann des Feldes verwiesen und vom weiteren Spiel ausgeschlossen werden, wenn er eine Tätlichkeit begeht im Spiel, oder wenn er nach einer Verwarnung (gelbe Karte) erneut eine verwarnungswürdige Regelwidrigkeit begeht.

Rückennummer
deutlich sichtbares Erkennungszeichen für Schiedsrichter, Publikum und Mitspieler. Jeder Spieler trägt eine bestimmte Rückennummer, die von Spiel zu Spiel, aber nicht in dessen Verlauf, gewechselt werden kann. Die Nummerierung kann nach den Positionen im Spielsystem oder auch willkürlich vergeben werden. Die übliche Nummerierung lautet: Torwart 1, Außenverteidiger 2 und 3, Libero 5, Vorstopper 4, Mittelfeldspieler 6, 8 und 10 und die beide Außenstürmer 7 und 11, der Mittelstürmer 9; oder: Durchnummerierung, vom Torwart bis zum Linksaußen 1-11, wobei vor allem im Mittelfeld mit 6, 7 und 8 und im Angriff mit 9, 10 und 11 auch eine geänderte Nummerierung möglich ist.

Rückgabe
Abspiel zu einem weiter hinten stehenden Mitspieler, auch zum Torwart.

 

 - S -

Saison
die Spielzeit vom ersten Meisterschaftsspiel bis zur Meisterschaft. Sie entspricht der Länge eines Jahres, wird aber vom 1.8. eines Jahres bis zum 30.7. des nächsten Jahres gerechnet.

Schiedsrichter

unparteiischer Leiter des Spiels. Er trägt als Farbe Schwarz und hat auf die Einhaltung der Regeln zu achten. Seine Entscheidungen sind Tatsachen-Entscheidungen, soweit sie nicht gegen die Regeln verstoßen. Der Schiedsrichter hat auf dem Feld die alleinige Entscheidungsgewalt. Er wird an den Seitenlinien von je einem Linienrichter unterstützt.

Schiedsrichterball

volkstümlich auch Hochball genannt. Spielfortsetzung durch den Schiedsrichter durch einen hochgeworfenen Ball.

Schienbeinschützer
Ausrüstungsstück des Spielers zum Schutz des Schienbeins.

Schlenzen

besondere Form des Abspiels. Effektvoller Paß mit dem Innen- und Außenspann.

Sechzehnmeterraum

andere Bezeichnung für den Strafraum. Die Länge des Strafraumes ist 16,5 m.

Seitenwahl
vor jedem Spiel wählen die beiden Spielführer Seitenwahl und Anstoß. Der Gewinner kann sich für eines entscheiden.

Seitenwechsel

taktisches Angriffsmittel zur Verlagerung des Spielgeschehens. Durch diese Spielverlagerung wird versucht, eine massierte Abwehr zu umgehen. Der Begriff findet sich auch im Regelwerk: Nach der Halbzeitpause wechseln beide Mannschaften die Spielfeldseiten.

Sommerpause

Spielruhe zwischen dem Ende einer Spielzeit und dem Beginn der Vorbereitungsperiode auf die nächste Spielzeit.

Sonderbewacher

Bezeichnung für die besondere Deckungsaufgabe eines Spielers. Dieser hat sich in enger Manndeckung vornehmlich der Bewachung eines spielstarken Gegners zu widmen.

Sondertraining

Begriff aus der Trainingslehre. Im Gegensatz zum Einzeltraining wird im Sondertraining immer die entsprechende Spielumgebung, das heißt Mit- und Gegenspieler, miteinbezogen. Sondertraining beruht auf konkreten Spielsituationen, es ist spielgemäßes Training.

Spannstoß

spezielle Form des Abspiels. Der Spann des Fußes bildet die obere Fläche des Fußes. Mit dem Spann kann besonders weit und hart geschossen werden. Daher wird er bevorzugt zum Torschuß verwendet.

Sperren

regelwidriges Verhalten eines Spielers. Der Abwehrspieler stellt sich dem Gegner und versperrt den Weg zum Ball, ohne selber den Ball spielen zu wollen. Begriff aus den Satzungen. Ein Spieler wird für mehrere Spieltage gesperrt, wenn er vom Schiedsrichter des Feldes verwiesen worden ist.

Spiel ohne Ball
taktisches Angriffsverhalten der Mitspieler des ballführenden Spielers. Zum Spiel ohne Ball gehört das Freilaufen und Platzschaffen für den Mitspieler.

Spielführer

auch Mannschaftskapitän oder Mannschaftsführer genannt. Er trägt auf dem Spielfeld die Verantwortung für seine Mannschaft, ist Ansprechpartner für den Schiedsrichter.

Spielmacher
Bezeichnung für einen spielgestaltenden Mittelfeldspieler. Er ist Anspielpunkt für seine Mitspieler, zeichnet für die entscheidenden Impulse des Angriffsspiels verantwortlich und bestimmt mit seinen Pässen Gestaltung und Tempo des Spiels.


Spitzer Winkel
Ausdruck für den Schußwinkel des ballführenden Spielers zum Tor. Je weiter der Mann am Ball zur Torauslinie abgedrängt wird, umso spitzer wird sein Torschußwinkel. Aus spitzem Winkel ist ein Torschuß wenig Erfolg versprechend.

Stehvermögen

Begriff aus der Trainingslehre, spezielle konditionelle Fähigkeit der Schnelligkeitsausdauer.

Steilpaß

besondere Form des Abspiels. Torgefährlicher Paß direkt in Richtung des gegnerischen Tores.

Stellungsspiel

taktisches Abwehrmittel eines Spielers; bezieht sich auf seine Stellung zum Ball, Gegner und eigenem Tor.

Stollen
Ausrüstungsteil des Fußballspielers. Teil der Schuhsohle eines Fußballschuhs. Erhöht die Standfestigkeit auf rutschigem Untergrund.

Stoppen
Kontrolle im Stand, wird im modernen Fußball kaum noch verwendet.

Strafraum
andere Bezeichnung für Sechzehnmeterraum. Innerhalb dieses Raumes werden Regelwidrigkeiten, die einen direkten Freistoß nach sich ziehen, mit einem Strafstoß geahndet. Der Torwart darf innerhalb des Strafraumes den Ball mit der Hand spielen.

Strafstoß

Spielfortsetzung nach einem Foulspiel im Strafraum, das einen direkten Freistoß nach sich zieht. Der Strafstoß wird von einem zur Tormitte elf Meter entfernten markierten Punkt ausgeführt. Alle anderen Spieler müssen bis zum Schuß außerhalb des Strafraumes 9,15 m vom Strafstoßpunkt entfernt warten. Der Torwart darf sich erst bewegen, wenn der Ball gespielt worden ist.

Sturmspitze

anderer Ausdruck für einen Stürmer, besonders für den Mittelstürmer einer Mannschaft. Man spricht beim 4-3-3-System von 3 Sturmspitzen, beim 4-4-2- und 3-5-2-System von 2 Sturmspitzen.

Stürmer
anderes Wort für Angreifer, Angriffsspieler einer Mannschaft, auch Sturmspitze genannt. Je nach Spielsystem spielt eine Mannschaft mit unterschiedlicher Stürmerzahl.

Stutzen
zur Kleidung eines Fußballers zählende Strumpfart.


System
Spielsystem einer Mannschaft: Planvolle Ordnung auf dem Spielfeld; planvolle Anordnung der Spieler auf dem Feld. Es gab im geschichtlichen Ablauf unterschiedliche Spielsysteme. Die heute gebräuchlichsten Spielsysteme sind das 4-3-3-, das 4-4-2- und das 3-5-2-System.

 

- T -

Tackling
englisches Wort für den Angriff eines Abwehrspielers auf den Ball. Man unterscheidet das Block-Tackling und das Sliding-Tackling. Beim Block-Tackling wird der Ball mit dem Fuß oder einem Körperteil abgeblockt. Beim Sliding-Tackling rutscht d& Abwehrspieler am Boden mit dem Fuß zum Ball und spielt ihn dem Gegner vom Fuß.

Täuschung
taktisches Mittel des Angriffsspiels. Es gibt Täuschungen mit und ohne Ball. Die Täuschungen mit Ball zählen zum Dribbling, die ohne Ball zum Freilaufen und zur Ballkontrolle.

Taktik
planvolles, im vorhinein abgesprochenes Verhalten gegenüber dem Gegner unter Berücksichtigung der Stärken und Schwächen des Gegners und der eigenen Möglichkeiten. Man unterscheidet Einzeltaktik, Gruppentaktik und Mannschaftstaktik.

Tatsachenentscheidung

unumstößliche Entscheidung des Schiedsrichters bezüglich einer Spielsituation. Eine Tatsachenentscheidung kann später nicht mehr rückgängig gemacht werden, auch wenn sie sich als falsch herausgestellt hat.

Technik

der Umgang eines Spielers mit dem Ball. Zu den wesentlichen technischen Fertigkeiten des Fußballspielers gehören a) Ballführung b) Ballkontrolle c) das Abspielen des Balles.

Tor
das angestrebte Wettkampfziel im Fußballspiel. Jede Mannschaft verteidigt ein 7,32 m breites und 2,44 m hohes Tor und versucht, den Ball im Tor des Gegners unterzubringen. Die Mannschaft, der dieses Vorhaben im Spiel am häufigsten gelungen ist, gilt als Sieger. Ein Tor ist erzielt, wenn der Ball die Torlinie am Boden oder in der Luft in vollem Umfang überschritten hat. Nach jedem erzielten Tor wird das Spiel mit einem Anstoß der gegnerischen Mannschaft von der Mittellinie aus fortgesetzt.

Torhüter

auch Torwart genannt. Hinterste Position einer Fußballmannschaft vor dem eigenen Tor. Der Torhüter darf im - Strafraum den Ball mit der Hand spielen. Er muß sich daher auch farblich von seinen Feldspielern unterscheiden.

Torraum

eine 5,50 m breite Abgrenzung vor dem Tor, in der ein Torwart in der Luft nicht angegriffen werden darf. Der Torraum ist auch die Markierung für den - Abstoß.

Torverhältnis

das Verhältnis von erzielten und erhaltenen Toren innerhalb einer Fußballtabelle. Das Torverhältnis kann nach dem Divisionsverfahren, aber auch nach dem im Spitzenfußball gültigen Subtraktionsverfahren errechnet werden. Divisonsverfahren: erzielte Tore geteilt durch erhaltene Tore; Subtraktionsverfahren: erzielte Tore minus erhaltene Tore.

Trainer
verantwortlicher Ausbilder und sportlicher Betreuer einer Fußballmannschaft.

Training

sportliche Tätigkeit zur Verbesserung der körperlichen und technisch-taktischen Leistungsfähigkeit eines Spielers und einer Mannschaft.

Trikot

Kleidungsstück eines Fußballspielers. Hemd, Jersey. Die Trikots aller Feldspieler müssen gleich sein.

 

- U -

Unparteiischer
anderes Wort für Schiedsrichter.

Unsportlichkeit

Tätlichkeit eines Spielers gegen einen anderen Spieler, Regelwidrigkeit nach Regel XII, aber auch unkorrektes Verhalten mit dem Ball, zum Beispiel Verzögerung einer Spielfortsetzung, Ballwegschießen bei gegnerischem Freistoß und ähnlichem.

Unterlaufen

regelwidriges Verhalten eines Spielers im Zweikampf um einen hoch einfliegenden Ball. Der Spieler duckt sich ab und läßt seinen Gegner über seinen Rücken die Balance verlieren und zu Boden stürzen.

 

- V -

Verwarnung
Strafmaßnahme mit Zeigen der - gelben Karte bei rohem Spiel und unsportlichem Verhalten.

Verweis
Bei besonders brutalen Fouls bekommt der Spieler die rote Karte gezeigt und wird des Feldes verwiesen.        
            

Vier-Sekunden-Regel
Bestimmung für das Angriffsspiel des Torwartes nach dessen Ballbesitz. Der Torwart darf den Ball nicht länger als 6 Sekunden in seinem Besitz halten. Einen sich selbst vorgelegten Ball darf er nach 6 Sekunden nicht mehr mit der Hand aufnehmen und sichern. Verstöße gegen diese Bestimmung werden mit einem indirekten Freistoß geahndet. Früher: Vier-Schritte-Regel.

Volleyschuß

Ausdruck für einen direkt aus der Luft geschossenen Ball.

Vorstopper

Mannschaftsposition in der kombinierten Mann- und Raumdeckung der heutigen Spielsysteme. Der Vorstopper spielt in Manndeckung gegen den gegnerischen - Mittelstürmer.

Vorteilsbestimmung
Bestimmung für den Schiedsrichter. Dieser kann bei einem Regelverstoß auf eine Ahndung verzichten, wenn durch die Spielunterbrechung der behinderten Mannschaft ein Nachteil entstehen würde, das heißt der Ballbesitz trotz Foulspiel des Gegners in erfolgversprechender Situation bei der Mannschaft des gefoulten Spielers bleibt.

 

- W -

Wartefrist
Begriff aus der Satzung. Ein Spieler, der seinen Verein wechselt, unterliegt einer Wartefrist von 3 Monaten, bevor er für den neuen Verein Pflichtspiele austragen darf. Seit 01.07.2000 kann ein Spieler im gesamten Amateurberecih als Vertragsamateur verpflichtet werden und es entfällt somit die Wartefrist.

Winkel

verkürzen taktisches Abwehrmittel des Torwarts beim Herauslaufen gegen einen ballführenden Gegner. Der Torwart geht dem Ball von der Tormitte aus so weit entgegen, bis sich der 90° Winkel "kurzer Torpfosten Torwart Ball" ergibt.


- X -

- Y -

 

- Z -

Ziel                                                                                                                                                               
Ziel des Spiels ist es, den Ball so oft wie möglich in das gegnerische Tor zu bringen.

 

 

 

 

 

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